Das Motto für diesen Beitrag lautet: “gute Spiele-schlechte Anleitungen”. Und zwar beziehe ich mich hier auf das Spiel des Jahres von 2005 Niagara und Viva Java.
Sicherlich erging es jedem schon einmal so, dass er eine Anleitung durchgelesen und danach seine Intelligenz in Frage gestellt hat. Vor allem bei diesen beiden Spielen ist es mir so ergangen. Nur um dann nach einem Spieldurchlauf festzustellen, dass nicht die Spiele übermäßig kompliziert sind, sondern die Formulierungen der Anleitungen.

Davon abgesehen konnte Niagara aber im Praxistest überzeugen. Jeder Spieler besitzt zwei Kanus mit denen er an verschiedenen Anlegestellen Edelsteine aufladen und am Ufer wieder in Sicherheit bringen kann. Der Haken an der Sache ist, dass nach jeder Runde der Fluss durch verschiebbare Plättchen weiter fließt und man im schlimmsten Fall sein Kanu mitsamt der Ladung den Wasserfall runterstürzen sieht. Insgesamt ein unterhaltsames Familienspiel mit ausgefallener Spielmechanik.

Ziel von Viva Java ist es sein eigenes Kaffe-Imperium aufzubauen und möglichst leckeren Kaffee zu verkaufen. Dies geschieht über Würfel mit verschiedenfarbigen Kaffeebohnen, die den Röstgrad darstellen. In seiner Runde kann man sich entscheiden Kaffee zu verkaufen, neue verbesserte Sorten herzustellen oder seine Forschung für spezielle Fähigkeiten voranzutreiben. Alles in Allem ein ausgewogenes und kurzweiliges Würfelspiel, dass schnell erlernt ist, wenn man durch die Regeln der Anleitung durchgestiegen ist.

Niagara

Zwenel: witziges Familienspiel mit interessanter Mechanik

Viva Java

Zwenel: kurzweiliges Würfelspiel mit hohem Wiederholungsfaktor